Smarter Home dank Bitcoin-Verschlüsselung

Blockchain

Blockchain: So heißt die Technologie hinter der Krypto-Währung Bitcoin. Doch kann sie auch das digital vernetzte Zuhause noch sicherer machen?

Per Smartphone, Tablet oder Notebook steuern wir von überall die Innen- oder Außenbeleuchtung unserer eigenen vier Wände. Wir verriegeln Türen und Jalousien, regeln die Heizung oder schlagen Alarm bei ungebetenem Besuch. Doch die schöne neue digitale Steuerungs-Welt bietet Angriffsflächen. Jedes Passwort, das auf einem Server oder Mobilgerät gespeichert ist und versendet wird, kann gehackt werden. Davor schützt die neue Blockchain-Technologie: Mit ihr lassen sich auch Smart-Home-Lösungen bedienen. Sie werden damit so sicher wie die als praktisch unknackbar geltenden Daten der Bitcoins.

Die Blockchain-Technik im Smart Home

Bei einer Blockchain-Datenübertragung erfolgt kein Zugriff auf einen zentralen Server. Eine Blockchain ist eine Verkettung an Datensätzen, die sich über unzählige Computer weltweit verteilen. Mit jeder neuen Aktion wird versucht, einen neuen Datensatz an die Kette anzudocken. Nur wenn die Mehrheit aller Bestandteile der Kette den neuen Datensatz als echt und authentisch einstuft, wird er akzeptiert. Einmal angedockt, verändert sich die Kette nach einem automatisch erstellten Algorithmus. Die Chance, sie zu manipulieren, geht derzeit gegen null.

Mit Bitcoins lässt sich auch vom Smart Home aus sicher online shoppen – insbesondere deshalb, weil immer mehr Händler wie auch Banken das Krypto-Geld akzeptieren. Eine weitere Möglichkeit, die Blockchain zu nutzen, besteht im vereinfachten Handel mit selbst erzeugtem Strom – etwa vom Solardach. Denn über die Blockchain können Hersteller und Endabnehmer direkt miteinander abrechnen. Es muss kein Energie-Unternehmen dazwischengeschaltet werden.

Das Passwort ist passé, die Sicherheitslücke geschlossen

Doch die Blockchain ermöglicht noch weitaus mehr. Auch die Tür- und Fenster-Schlösser, die Beleuchtung oder die HiFi-Komponenten können von Smart-Home-Geräten aus angesteuert werden, sofern die Smart Home-Zentrale Blockchain-kompatibel ist. Viele Hersteller integrieren die notwendigen Funktionalitäten bereits. Es lohnt sich für den Nutzer, sich mit dieser Technologie vertraut zu machen. Denn per Blockchain können Befehle in beide Richtungen sicher übertragen werden: Vom Gerät zur Zentrale und umgekehrt.

Die größten Vorteile: Es müssen keine sensiblen PINs oder Passwörter ein- und weitergegeben werden. Das Merken und ständige Ändern von Codes ist obsolet. Und mit jedem Datenaustausch verschlüsselt sich die Kette aufs Neue: Sie wird resistenter gegen Angriffe von außen. Statt des bisherigen Risikos des Datenaustauschs, wächst mit jeder Übertragung die Sicherheit. Es ist gut zu wissen, dass sich anstelle des Risikos die Sicherheit potenziert – vor allem beim Austausch immer größerer Daten-Volumina.