DVB-T2

Was Sie über den Nachfolgestandard für Antennenfernsehen wissen sollten.

DVB-T2 als Nachfolgestandard von DVB-T. Die neue Technik soll wider Erwarten bereits 2017 auf den Markt kommen – 3 Jahre früher wie ursprünglich geplant. Was sollten Verbraucher vor der Einführung wissen?

Seit 2008 gibt es keine analoge Antennenübertragung mehr. Sie wurde durch DVB-T ersetzt, also eine erdgebundene digitale Videoübertragung. Doch auch DVB-T ist bereits überholt. Der Nachfolger heißt DVB-T2. Dieser soll bereits 2017 als neuer Übertragungsstandard etabliert werden.

Was ist das Besondere an Antennenfernsehen?

Antennenfernsehen wird oft auch als terrestrisches Fernsehen bezeichnet. Terrestrisches Fernsehen bezeichnet die Übertragung von erdgebundenen Funksendern zu Empfängern mit Haus- oder Zimmerantenne. Terrestrisch ist hierbei auch das Schlüsselwort zur Differenzierung von den anderen Übertragungstechniken: Kabel, Satellit und IPTV.

Analoger Fernsehempfang VS. DVB-T VS. DVB-T2

  Analog DVB-T DVB-T2
Signal Analog Digital Digital
HD-Fähigkeit Kein HD Kein HD HD
Programmvielfalt Nur wenige Programme

3- bis 4 mal so viel wie analog

in Bayern oftmals kein Empfang der RTL-Sendergruppe

Nochmalige Erhöhung der Programmanzahl
Mobiler Empfang nein möglich möglich
Empfangsmedium Stab-Antenne ausreichend Mindestens eine aktive Zimmerantenne notwendig Neuer Receiver mit HVEC-Technologie
Pay-TV nein viele private Programme mittlerweile kostenpflichtig Nur noch öffentlich-rechtliche Programme kostenlos, private gegen Empfangsgebühr
Verfügbar ab wird schrittweise eingestellt seit 2004 ab 2016

Stand: Oktober 2015

Was ist bei dem Umstieg auf DVB-T2 zu beachten?

Um sich optimal für den Umstieg auf DVB-T2 vorzubereiten, sollten folgenden Punkte beachtet werden:

  • bisherigen DVB-T Empfänger nicht mit DVB-T2 kompatibel
  • zusätzliche Kosten von 100 – 200 Euro für Neuanschaffung eines DVB-T2 Geräts, da die alte DVB-T Technik nicht mit der neuen kompatibel ist
  • Nachrüstung von Fernsehern mit integriertem DVB-T Empfänger notwendig
  • breite Verfügbarkeit von geeigneten Geräten ab Frühjahr 2016
  • Einführung in über 10 Ballungsräumen ab Frühjahr 2017
  • voraussichtlicher Abschluss der Umstellung bis Mitte 2019
  • nur Geräte mit DVB-T2-HD Logo sind uneingeschränkt kompatibel zu den neuen in Deutschland gültigen Standards

Warum kommt die Umstellung auf DVB-T2?

Die Initiative für die vorgezogene Umstellung von DVB-T zu DVB-T2 geht vom Bundesminister Alexander Dobrindt aus. Der Minister für digitale Infrastruktur braucht die Funkfrequenzen für den Breitbandausbau. Dabei geht es um das sogenannte 700-Megahertz-Band. Bisher funkt hier noch das Antennenfernsehen DVB-T, welches bundesweit von 1,8 Millionen Haushalten genutzt wird. Die besagten Frequenzen werden im Jahr 2016 jedoch an Mobilfunkunternehmen versteigert, um über die Funkfrequenz LTE Breitband-Internet in mehr Regionen verfügbar zu machen

Was sollte ich mir als Kunde überlegen?

Durch den Umstieg ergeben sich für die Kunden viele Neuerungen. Diese bringen teilweise finanzielle und technische Hürden mit sich. Daher sollte man sich vor einer Umstellung bewusst machen, ob dies die geeignete Technik für die Zukunft ist. Je nach Nutzerverhalten sind andere Anschlussarten langfristig womöglich die bessere Alternative. Dabei sollte man in Betracht ziehen in eine moderne Multimediaversorgung zu investieren. Sowohl Satellit als auch Kabel und IPTV gehören neben der Antenne zu den bekanntesten und beliebtesten Empfangsarten.

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