Home Office

Die technische Basisausstattung für Home-worker.

Zuhause arbeiten, Beruf und Privatleben in eine gute Balance bringen: Das wollen mehr als 80 Prozent aller Jobsuchenden in Deutschland. Voraussetzung für das Home Office ist allerdings eine leistungsfähige technische Ausstattung. Was Heimarbeiter benötigten, beschreibt dieser Artikel.

Fast die Hälfte aller Großunternehmen in Deutschland bietet ihren Mitarbeitern bereits Home-Office an. Nachholbedarf für das Arbeiten in den eigenen vier Wänden besteht allerdings noch bei mittelständischen Betrieben: Lediglich zwei von zehn Firmen ermöglichen ihren Angestellten das Arbeiten daheim, so eine aktuelle Studie des Jobportals Monster.de (2015). Die Zahlen überraschen, weil sich mehr als 80 Prozent der Jobsuchenden räumlich und zeitlich flexible Arbeitsbedingungen wünschen, vor allem um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Bei vielen Unternehmen herrscht also noch Luft nach oben in Punkto Motivation der eigenen Arbeitnehmer.

Richtige Ausstattung für das Home Office

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für einen reibungslos funktionierenden heimischen Arbeitsplatz ist die richtige Ausstattung des Home-Office. Idealerweise sollten hierfür ein eigener Raum, ergonomisches Mobiliar, moderne Hardware und eine leistungsfähige digitale Infrastruktur zur Verfügung stehen. Die Anforderungen an die Bandbreite und die Kapazität der Datenleitungen steigen dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut zufolge jährlich mit bis zu 100 Prozent. Ein wesentlicher Treiber ist Cloud Computing. Angesichts rapide wachsender Datenmengen kommt einer schnellen Internetverbindung dabei besondere Bedeutung zu.

Home Office richtig einrichten – Breitband oder DSL?

Aktuell sind vor allem zwei Ansätze für den raschen Transport großer Datenmengen in Deutschland zu nennen: Breitband oder DSL

  • DSL-Anschlüsse

Sie basieren auf den herkömmlichen kupfernen Telefonleitungen. Technisch sind sie heute durch die sogenannte VDSL-Technologie in der Lage, Daten mit Geschwindigkeite bis zu 100 Megabit in der Sekunde (Mbit/s) zu transportieren. So braucht der Download einer 700 MB großen Datei zwei Minuten. Beim Upstream können hier bis zu 40 Mbit/s erreicht werden. Der Durchschnitt beträgt eine Rate von 10 Mbit/s.

  • Breitbandnetze

Sehr schnell rauschen die Daten durch die Breitbandnetze der Kabelnetzbetreiber. Die Anbieter haben ihre Netze in den vergangenen Jahren vielerorts modernisiert und verbinden heute leistungsfähige Glasfaser- mit bewährten Koaxialkabelleitungen, über die auch hochauflösendes Fernsehen zu den Kunden gelangt. Mit diesem sogenannten Hybridnetz (Fachbegriff: HFC = Hybrid Fiber Coax) könnten beispielsweise durch Vodafone Kabel Deutschland heute schon über 5,4 Millionen Haushalte versorgt werden. Die Übertragungsgeschwindigkeiten dieser Anschlusstechnik geht hoch bis zu 200 Mbit/s im Download. Anfang 2016 sollen bis zu 200 Mbit/s im Download und maximal 12 Mbit/s im Upload bereits für über 10 Millionen Haushalte verfügbar sein.

Übrigens: In Tests wurden bei den Kabelnetzbetreibern sogar schon Geschwindigkeiten jenseits der 1-Gigabit/s-Grenze erreicht. Es ist also nur eine Frage der Zeit wann die Kabelnetzbetreiber ihre maximale Übertragungsgeschwindigkeit für den Endverbraucher anpassen.

Zum Test

Wo liegt der Kabelanschluss?

Vor der Installation des Home Office gilt es erst einmal zu klären, ob das Haus über einen Kabelanschluss verfügt. Das kann mit einem Anruf beim Vermieter oder der Hausverwaltung geklärt werden. Aber auch ein Gang in den Keller gibt darüber meist Aufschluss. Die Anschlussstelle für das Breitbandkabel ist ein kleiner grauer Kasten. Anschließend gilt es zu klären, ob die einzelnen Wohnungen verkabelt sind, und wie das Kabelnetz verlegt sind.

Der hausinterne Netz–Anschluss für das Home Office

Grundsätzlich kann das hausinterne Netz als Baum- oder Sternnetz verlegt sein. Die bessere Lösung für ein Home Office bietet das Sternnetz. Hierbei wird von einem zentralen Verteilerpunkt aus, jede Wohnung über eine eigene Leitung versorgt. Ein Sternnetz ist störungsarm und bietet ausgezeichnete Betriebs- und Datensicherheit für Internet- und Telefondienste. Außerdem ist Multimedia mit allen vor Ort empfangbaren TV- und Radioprogrammen möglich.

Der letzte Schritt zum Home Office – das Kabel anschließen

Sind die technischen Voraussetzungen für einen Breitbandkabelanschluss erfüllt, ist noch zu klären, wer für den Anschluss in der Wohnung zuständig ist. In manchen Fällen enthält der Mietvertrag bereits eine entsprechende Option zur Internetnutzung. In der Regel muss man sich selbst um einen Vertrag mit einem Kabelanbieter kümmern. Nach Vertragsabschluss wird das Kabel freigeschaltet. Oft befindet sich eine Anschlussdose an zentraler Stelle in der Wohnung. Neubauwohnungen werden heute oft sogar schon mit einer Dose pro Raum ausgestattet. Notwendig ist dann neben dem Kabelanschluss ein leistungsstarkes Modem. Dieses liefern die meisten Anbieter samt Installationssoftware gleich mit. Dann müssen Anschlussdose, Modem und eigener PC oder Laptop miteinander verbunden werden. Danach läuft das Anschließen meistens selbsterklärend über den Browser des PC und stellt auch technische Laien vor keine unüberwindbare Herausforderung.

Ein zusätzlicher Nutzen bei der Versorgung über Kabelnetzanbietern ist, dass man durch Kombipakete neben dem Highspeed-Internet über Breitbandkabel auch digitales Fernsehen in HD-Qualität und Kabeltelefonie buchen kann. Der Breitbandkabelanschluss bietet damit Multimediakomfort aus einer Hand – eine ideale Kombination für die berufliche wie für die private Nutzung. Allerdings ist Kabel Fernsehen nicht überall verfügbar. Kabel Deutschland bietet einen Verfügbarkeits-Check bei dem Sie das prüfen können.

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